Cheque - UX Design

Wie entwickelt man eine App? Teil 3: UX / UX-Design

Nachdem sich Teil 2 unserer Serie „Wie entwickelt man eine App“ mit der Basis der App-Entwicklung befasst hat, dreht sich Teil 3 um die User Experience. UX (Abkürzung für User Experience) umfasst sämtliche Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einem digitalen Produkt. 

Gute UX zeichnet sich durch viele Faktoren aus. Der Einfachheit listen wir hier einige zentrale Aspekte in einer nicht abschliessenden Aufzählung auf und werden auf diese Punkte genauer eingehen. Etwas vorab: gute UX ist kein tatsächlich erreichbares Ziel sondern vielmehr ein Prozess, denn UX ändert sich ständig. Werfen wir nun ein Blick auf die zentralen Punkte von UX:

  • Design
  • Usability
  • Performance
  • Service

Der erste Eindruck zählt. Das gilt auch beim Design eines Digitalen Produkts. Wenn wir im UX Kontext von Design sprechen, stellen sich die meisten Leute klassisches UI-Design vor. UI (Abkürzung für User Interface Design) ist aber nur eine Teildisziplin von UX-Design. Das User Interface bildet primär das Design, welches Interaktionen vom User entgegennimmt. UI-Designer kümmern sich um die Optik eines Produkts und UX-Designer kümmern sich um die intuitive Bedienbarkeit des Produkts (Usability). Den größten Unterschied der beiden Disziplinen findet man in den Methoden. Während UI-Designer kreativ und künstlerisch an ein Problem herangehen, bedienen sich UX-Designer grundsätzlich analytischen Forschungsmethoden und versuchen jede Designentscheidung wissenschaftlich zu belegen. Als Grundlage im Interaktionsdesignprozess dient das Wissen über Nutzerpsychologie, während Ästhetik/Design eher ein Detail ist. 

Der Trend beim Design geht in Richtung minimalistische Darstellungsweise. Fokus wird auf die Funktionalität, Übersichtlichkeit und Inhalte gelegt, Überflüssiges verschwindet dabei komplett. Charakteristisch für minimalistisches Design sind große fette Überschriften, wenig Farbe und simple Icons.

Designs werden oft vorab als Wireframes oder Mockups mit Funktionen in Tools gezeichnet und entworfen. Hierbei gibt es spezialisierte Tools wie Adobe XD oder Invision.

Wie wichtig Design ist zeigt folgendes Beispiel: Der Landschaftsarchitekt hat beim Designen des Parks nicht besonders viel Rücksicht auf die eigentlichen Bedürfnisse der Nutzer genommen, sondern sich vorwiegend mit der Ästhetik beschäftigt. Die Folgen in einem Park sind überschaubar, denn die Menschen finden ihren Weg trotz einigen Umwegen. Beim Design von digitalen Produkten können die Folgen jedoch weit grösser sein. User sind meist bequem und haben eine geringe Aufmerksamkeitsspanne. Wenn sie ihren Weg nicht finden, verlieren die Nutzer das Interesse und verlassen die Webseite oder deinstallieren die App. So verliert ein Unternehmen potentielle Kunden.

Alle lieben schönes Design und das ist auch gut und recht, Design trägt aber erst dann seinen Teil zur UX bei, wenn es auch funktional ist. Der Nutzer will schnell zu den gesuchten Inhalten und benötigten Funktionen geführt werden. Dabei soll eine vertraute und angenehme Umgebung für den Nutzer geschaffen werden. Um eine gute Usability zu gewährleisten, kann man sich an den Best-Practice-Beispielen orientieren, da sich die Usability auch durch die Gewohnheit der Grossen in der Web- und App-Entwicklung ergibt. Gelungene Beispiele für Usability und Design aber auch auch in anderen Kategorien werden jeweils jährlich von der Best of Swiss Web Jury ausgewählt.

Im vergangenen Jahr haben in den Kategorien Usability und Mobile Experience die Websites von Edelweiss und Amigos einen Award abgeräumt.

Ein weiterer Faktor für eine positive UX ist die Performance. Studien zeigen, dass die Ladezeit direkt mit dem Umsatz zusammenhängt, so hat beispielsweise Amazon Umsätze durch langsamere Ladezeiten verloren.

Um den User auch bei Problemen zu begeistern, gehört ein Top Support ebenfalls zu einer gelungenen User-Experience dazu. Ein Onlineshop kann noch so schnell, noch so gut designt und die intuitivste Bedienung haben. Hat ein User ein Problem, das er nicht in einer angemessenen Zeit lösen kann oder Unterstützung von einem tadellosen Support erhält, führt dies zu einer schlechten User Experience.

Sind die Aspekte Design, Usability, Performance und Service erfüllt, tragen diese einen grossen Teil zu einer positiven und bleibenden User Experience bei. Den Kunden bei jedem Touchpoint mit dem Unternehmen zu begeistern, das soll der Anspruch einer perfekten UX sein.

Dies wollen auch wir von Cheque mit unserer App des Intelligenten Ablagesystems erreichen. Unser Anspruch ist dabei unseren Usern die perfekteste User Experience um schnell und einfach Ordnung in all seine Dokumenten zu bringen, finden statt suchen ist die Devise. Hierfür arbeiten wir Tag für Tag ambitioniert und voller Elan. Wir freuen uns riesig, euch in absehbarer Zeit erste Entwürfe unseres App Designs zu zeigen.

Im finalen Teil unser Blogserie „Wie entwickelt man eine App“ gehen wir auf das Publishing der Apps und mögliche Einnahmequellen ein. Freut euch auf das Schlussfeuerwerk. 😉

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